Häufige Fragen - Kabelfernsehversorgung über Ihren Vermieter ab 2024
Wir möchten Sie heute darüber informieren, dass sich ab dem 01.07.2024 Änderungen hinsichtlich Ihres Kabelfernsehanschlusses ergeben.
Bisher wurden Sie durch die RegioNet Schweinfurt mit Kabelfernsehen grundversorgt. Die Kosten wurden im Rahmen der Betriebskostenabrechnung anschließend durch uns, der SWG als Ihrer Vermieterin, auf Sie umgelegt.
Ab dem 01.07.2024 ist dieses einfache Vorgehen jedoch nicht mehr möglich, da die Kosten für das Kabelfernsehen ab diesem Zeitpunkt aufgrund geltender EU-Gesetzgebung nicht mehr über die Betriebskostenabrechnung umgelegt werden dürfen.
Das bedeutet, dass wenn Sie nach dem 30.06.2024 weiterhin Kabelfernsehen nutzen möchten, Sie mit Vertragsbeginn zum 01.07.2024 selbst einen Vertrag, beispielsweise mit Ihrem bisherigen Versorger (RegioNet), abschließen müssen.
Um eine nahtlose Versorgung sicherzustellen, empfehlen wir Ihnen daher, sich rechtzeitig um einen entsprechenden Vertrag zu bemühen.
Aufgrund gesetzlicher Regelungen ist es Vermietern ab dem 01.07.2024 nicht mehr wie bisher möglich, die Kosten für den Kabelfernsehanschluss auf die Mieter mittels der Betriebskostenabrechnungen umzulegen. Daher muss, wenn die Versorgung mit Kabelfernsehen gewünscht ist, jeder Mieter ab 01.07.2024 selbst einen Vertrag mit einem Versorgungsunternehmen, beispielsweise mit dem bisherigen Versorger und Kabelnetzbetreiber (RegioNet) abschließen.
Mit dem Telekommunikationsmodernisierungsgesetz (TKMG) ist der am 20. Dezember 2018 in Kraft getretene Europäische Kodex für die elektronische Kommunikation (EU-Richtlinie 2018/1972) zum 1. Dezember 2021 in deutsches Recht umgesetzt worden. Durch das TKMG werden die Weichen für einen modernisierten Telekommunikationsrechtsrahmen in zahlreichen zentralen Themenbereichen für die nächsten Jahre gestellt.
Die Fernsehsignallieferung endet dann zum 30.06.2024. Ab 01.07.2024 hätten Sie keine Fernsehversorgung mehr.
Ja, dies ist bei verschiedenen Anbietern, beispielsweise ihrem bisherigen Versorger (RegioNet) möglich.
Nein. Dies würde eine unzulässige abweichende Vereinbarung zum Nachteil des Mieters darstellen (vgl. § 556 Abs. 4 BGB).
Nein. Eine kostenlose Versorgungspflicht des Vermieters besteht grundsätzlich nicht.
Die Übergangsfrist bis zum 30.06.2024 gilt für die Umlage von Betriebskosten für alle Anlagen, die vor dem 01.12.2021 errichtet wurden. Für Anlagen die erst nach dem 01.12.2021 errichtet worden sind, entfällt die Umlagefähigkeit bereits schon seit dem 01.12.2021 vollständig.
Opt-out-Option bedeutet die optionale Abwahl der bisherigen TV-Versorgung durch den Mieter.
Nein dies ist nicht möglich, wenn die Versorgung über die Betriebskosten abgerechnet wird, ist eine Abwahl erst ab dem 01.07.2024 möglich. Anderenfalls würde es sich um eine Änderung des Mietvertrages handeln, die von einer Zustimmung beider Mietvertragsparteien (Mieter und Vermieter) abhängt.
Nein. Vertragspartner des Mieters beim Opt-out-Recht ist ausschließlich das Wohnungsunternehmen.
Doch. Als Anschlussregelung für den Wegfall der Umlagefähigkeit wird ein „Glasfaserbereitstellungsentgelt“ neu geschaffen. Dieses Entgelt ist im Rahmen der Betriebskosten unter nachfolgenden Voraussetzungen umlagefähig:
- alle Wohnungen in einem Gebäude müssen mit Glasfaseranbindung versorgt sein
- die Umlage darf maximal auf die Dauer von fünf bis maximal neun Jahren begrenzt sein
- die Höhe der Umlage darf in der Regel maximal 60 € pro Haushalt und Jahr betragen
Die Anbringung einer Satellitenschüssel darf nur nach vorheriger Genehmigung durch den Vermieter erfolgen.