65 Jahre im Zeitraffer

65 Jahre im Zeitraffer

Eine spannende Zeitreise durch die vergangenen 65 Jahre versprach ein Besuch der Glashalle des Konferenzzentrums Schweinfurt vom 29. April bis zum 11. Mai. Anlässlich des Jubiläums der WAG-Gründung betrachtetedie Ausstellung der SWG die Wohnsituation der Schweinfurter und die Entwicklung des Wohnungsbaus seit der Nachkriegszeit. „Schweinfurter Wohngeschichten“ im Konferenzzentrum Eine begehbare Wohnung mit 50er-Jahre-Ambiente, diverse Wohnaccessoires, ein Goggomobil aus den 60ern und eine Jukebox: Hautnah erlebten die Besucher die Schweinfurter (Wohn-)Vergangenheit. Historische Bilder von Straßenzügen und Fotos von Gebäuden vor und nach der Modernisierung machten die Ausstellung über die Entwicklung Schweinfurts lebendig.

Zu Anfang musste es vor allem schnell gehen: Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Hälfte des Wohnungsbestandes zerstört, es wurde schnell viel gebaut. Die Wohnungen waren entsprechend einfach geschnitten, erst im Laufe der Jahre stiegen mit dem Wohlstand auch die Anforderungen an den Wohnraum. Nahezu verdoppelt hat sich allein seit den 70er-Jahren die durchschnittliche Wohnfläche pro Person – auf rund 40 Quadratmeter. Zur Ausstellungseröffnung erzählten neben OB Sebastian Remelé auch seine zwei direkten Amtsvorgänger und langjährige SWG-Mieter per Video-Einspieler ihre ganz persönliche Schweinfurter Wohngeschichte.

Die Schweinfurter Wohnbauunternehmen WAG und GWS haben sich in diesen 65 Jahren stark gewandelt: Die Wiederaufbau-GmbH (WAG) starteteals städtisches Unternehmen, das schnell die Wohnungsnot nach dem 2. Weltkrieg lindern sollte; die GWS war bereits 1935 von der Stadt und den Großunternehmen FAG, Sachs und SKF gegründet worden, um günstigen Wohnraum zu schaffen. 2006 folgte mit der Fusion der beiden Unternehmen zur SWG der logische Schritt, die beiden nahezu identischen Geschäftsfelder zusammenzuführen.

Heute stellt sich die SWG neuen Herausforderungen. Pro Jahr werden acht bis neun Millionen Euro für die Bestandsmodernisierung ausgegeben, die Wohnungen der SWG entsprechen modernsten Klimastandards. Auch der Zuschnitt der Wohnungen verändert sich – nicht nur aufgrund der gestiegenen Anforderungen: Es gibt immer mehr ältere Menschen, die möglichst lange in ihren heimischen vier Wänden bleiben möchten. Geschäftsführer Alexander Förster sieht die SWG als modernen Dienstleister gut aufgestellt. Es gelte, den Schweinfurtern Wohnraum anzubieten, der attraktiv und günstig ist – „leben stadt wohnen“ eben.

Impressionen zur Ausstellung

Schweinfurter Wohngeschichten 1949 - 2014

Interview mit junger Familie

Interview mit langjährigen Mietern